23.02.06 WJ Lüdenscheid bei Lenz, Kämper GmbH & Co. KG.

Die Zielgruppen haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert, ebenso die Produkte - von Haken und Ösen über Biegeteile für die Textilindustrie und Haushaltsartikel bis hin zu Zubehörteilen für die Automobilindustrie -, aber das verarbeitete Material ist das gleiche: Draht. Die Lüdenscheider Firma Lenz, Kämper GmbH & Co. KG war das Ziel der jüngsten Betriebsbesichtigung der Lüdenscheider Wirtschaftjunioren  und des Wirtschaftskreises. Die Geschäftsführer Peter Hoffmann und Matthias Geilich erläuterten ihren rund 30 Gästen die Produktpalette des Familienunternehmens und die Produktionsabläufe.



Mit modernsten Biegeautomaten werden Rund- und Flachdrähte aller Klassen und Güten von 0,3 bis 13 Millimetern Durchmesser verarbeitet, wobei, wie Hoffmann während des Rundgangs verdeutlicht, alle Automaten in enger Kooperation mit den Herstellern genau auf die Produktionsbedürfnisse von der Lenz, Kämper GmbH & Co. KG zugeschnitten sind.

Neben den einzelnen Fertigungsabteilungen gehörte auch die Ausbildungswerkstatt zu den Stationen des Rundgangs. Seit ihrer Einrichtung im Jahr 1976 werden dort Auszubildende in einer einjährigen Grundausbildung geschult, bevor sie ihr Wissen durch den Einsatz im Betrieb vertiefen. Stolz verweist Geilich darauf, dass 22 Prozent der Stammbelegschaft auch bei der Lenz, Kämper GmbH & Co. KG gelernt hätten. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 15 Auszubildende. Und auch in späteren Berufsjahren wird die Weiterbildung der Mitarbeiter groß geschrieben.

Hoffmann verdeutlichte, wie sich die Produktion seit der Firmengründung 1920 stets an den Bedürfnissen des Marktes orientiert hat. Seit den 70er Jahren hat sich der Schwerpunkt immer mehr in Richtung Automobilindustrie verlagert. Unter anderem mit Draht- und Beschlagteilen für Sicherheitsgurtsysteme oder Schließsysteme erwirtschaftet die Firma inzwischen 56 Prozent ihres Umsatzes direkt und 39 Prozent über Zulieferer in der Automobilindustrie. Auch der Exportanteil, der vor fünf Jahren noch keine große Rolle spielte, ist auf 31 Prozent europaweit und 4,2 Prozent auf dem Weltmarkt gestiegen.

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