The Will to Win
Wilfried Eibach stellt die Unternehmensphilosophie seiner Unternehmensgruppe vor

„The Will to Win“, der „Wille zum Sieg“: Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie das Verlangen nach eiserner Disziplin eines einzelnen anhört, wurde aus dem Mund von Wilfried Eibach zu einem starken Plädoyer für die Stärken der familiengeführten mittelständischen Unternehmen aus Südwestfalen. Der geschäftsführende Gesellschafter der Eibach Industries GmbH in Finnentrop war Referent beim ersten Forum Fabrik der Zukunft 2014 der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid in den Lüdenscheider Museen. Er ließ seine Zuhörer an dem teilhaben, was für ihn persönlich „The Will to Win“ ausmacht, und das sei nicht allein der Chef an der Unternehmensspitze. Vielmehr hätten alle Akteure im Unternehmen Anteil am Erfolg, indem sie gemeinsam im gegenseitigen Respekt miteinander daran arbeiten.

„Ich kann nur Familie. Als Konzernlenker wäre ich ein totales Desaster“, sagte Wilfried Eibach über sich selbst. Und daher gibt es für ihn nicht nur die Familie Eibach an der Unternehmensspitze, sondern auch die „Eibach-Familie“ im Unternehmen, zu der er jeden einzelnen Mitarbeiter zählt, in Finnentrop genauso wie in Kalifornien oder in China. Mit Zahlen, Daten und Fakten seiner Unternehmensgruppe hielt sich Eibach nicht lange auf, vielmehr redete er mit Begeisterung über das, was seine Unternehmensphilosophie ausmacht: „Emotionale Intelligenz“, die Fähigkeit zu Empathie, die Lust, sich Herausforderungen mit Freude zu stellen und Mut zu Risiko und Entscheidungen.

Familien die sich mit ihren Unternehmen identifizieren und nicht an Gewinnmaximierung interessiert sind – das sei die Stärke Südwestfalens. So etwas gebe es in den USA beispielsweise gar nicht. Ein Verkauf an Konzerne oder Hedgefonds käme für Wilfried Eibach niemals in Frage. Um seine Unternehmensgruppe dauerhaft davor zu schützen hat er eine Familienstiftung gegründet, deren Kuratorium bei strategischen Entscheidungen wesentliches Stimmrecht hat, sodass nicht eine Person alleine über das Schicksal des Konzerns entscheiden kann. Fast nebenbei erwähnte Eibach, dass sein Unternehmen unter anderem auch Maschinen nach eigenen Konstruktionsplänen bauen lässt und aktuell ein neues Werk in Finnentrop entsteht.

Bekannt ist der Federnproduzent Eibach vor allem aus dem Motorsport und aus dem Bereich sportlicher Fahrwerkssysteme, aber auch für Federn für industrielle Anwendungen ist das Unternehmen Spezialist. Zudem gehört es zu den Weltmarktführern aus Südwestfalen, die viel weniger das Porträt eines Unternehmens als viel mehr dessen verantwortungsvolle Philosophie aus Überzeugung spiegelte, wie Juniorensprecher André Schiffner zu Beginn dieses Abends betonte.

Text und Bild 1: Bettina Görlitzer

Bild 2: Fa. Eibach

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