Erfolgreiche Marktdiversifikation der Otto Fuchs KG vorgestellt

Unternehmen, die in ihrer Produktion breit aufgestellt sind und die sich vor allem nicht ausschließlich als Automobilzulieferer positioniert haben, hatten eine gute Basis, um mit der Finanz- und Wirtschaftskrise umgehen zu können.

Dieses Fazit lässt sich aus dem jüngsten Vortrag beim Forum Fabrik der Zukunft der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid ziehen. In den Museen der Stadt Lüdenscheid erläuterte Richard A. Hussmanns, als Mitglied der Geschäftsleitung bei der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen für den kaufmännischen Bereich zuständig, wie sich die Diversifikation in seinem Unternehmen gerade in Krisenzeiten bewährt habe.  Anhand der Luft- und Raumfahrtindustrie führte er aus, wie die Unternehmensgruppe seit Beginn der 1970er Jahre kontinuierlich – und vor allem beharrlich - ein neues Marktsegment aufgebaut hat. Der Titel seines Vortrags hieß „Marktdiversifikation als erfolgreiche Strategie zur Unternehmenssicherung“. Auch die Otto Fuchs KG habe die Krise zu spüren bekommen, aber bei weitem nicht so stark wie manches andere Unternehmen der Region. Inzwischen würden auch schon wieder klare Wachstumsprognosen erstellt, vor allem eben für den Bereich Luft- und Raumfahrttechnik. Hussmanns geht davon aus, dass dieser Bereich künftig den größten Anteil am Umsatz des Meinerzhagener Unternehmen ausmachen wird, da Airlines nicht zuletzt aus ökologischen Gesichtspunkten in neue Flugzeuge investieren müssten. In den vergangenen rund zehn Jahren war es bereits die zweitgrößte Sparte hinter dem Automotive-Bereich. 2008 hat die gesamte Fuchs-Gruppe mit etwas mehr als 8000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Hussmanns selbst konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf die Luft- und Raumfahrtsparte. Sie sei anspruchsvoller und komplexer als der Automotive-Bereich und auch kapitalintensiver. Allein in den zurückliegenden zehn Jahren habe Fuchs mehr als 70 Millionen Euro in Erweiterungen und Modernisierungen investiert. Auch dafür seien neben den Entwicklungsbereichen qualifizierte Fachkräfte unerlässlich. Deshalb begrüßte er auch den Ausbau der Fachhochschule Südwestfalen. Dies könne helfen, den Schwierigkeiten, zum Beispiel Ingenieure und ihre Familien in die Märkische Region zu locken, auf eine weitere Weise wirkungsvoll entgegenzutreten. In diesem Jahr feiert das Familienunternehmen am Stammsitz in Meinerzhagen sein 100-jähriges Bestehen.


Bild 1:
Referent Richard A. Hussmanns (3. v. l.) und die Organisatoren des Forums bei den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid (v. l. n. r.) Claus Hegewaldt, Martin Fastenrath und Matthias Bittern


Bild 2:
Rund 80 Teilnehmer/innen verfolgten gespannt den Vortrag des Referenten Richard A. Hussmanns von der Otto Fuchs KG aus Meinerzhagen


 
Text und Bilder: Bettina Görlitzer, Lüdenscheid

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