Wirtschaftsjunioren erhalten Einblicke in die Vielfalt der Wärmebehandlung

Das Lüdenscheider Unternehmen Hertwig GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Wärmebehandlung und des Härtens von Metallen – wie vielfältig die dabei eingesetzten Verfahren und die Anforderungen der Kunden sind, erfuhren rund 30 Mitglieder von Wirtschaftsjunioren und Wirtschaftskreis Lüdenscheid bei einer Betriebsbesichtigung am Hohen Hagen, einem von zwei Standorten des Familienunternehmens.


Familie Hertwig begrüßte rund 30 Wirtschaftsjunioren in ihrem Unternehmen in Lüdenscheid.

Die Wärmebehandlung beziehungsweise das Härten von Stahl dient in erster Linie dazu, Werkzeug- und Maschinenbauteile belastbarer und verschleißfester zu machen. Das Familienunternehmen bietet mit seinen rund 110 Beschäftigten nahezu alle am Markt etablierten Verfahren an, dazu zählen das Nitrieren und Oxidieren genauso wie das Härten und Glühen. Und so bekamen die Gäste beim Rundgang unter anderem eben auch glühende Stahlteile, die gerade aus dem Ofen geholt wurden, zu sehen.
Aber sie erfuhren auch, dass eine effektive und ausgeklügelte Logistik ein wesentlicher Bestandteil der Betriebsabläufe ist. Hertwig verfügt deshalb auch über einen entsprechend großen eigenen Fuhrpark mit Kleintransportern und Lastwagen, um das Material bei den Kunden abzuholen und nach dem Wärmebehandlungsprozess wieder dorthin zu liefern. Die Anlieferung erfolgt dabei auf der einen Seite des Gebäudes. An der anderen Seite werden die bearbeiteten Teile dann nach Zielorten sortiert zur Auslieferung bereitgestellt. Wie wichtig bei den verschiedenen Verfahren die Qualitätskontrolle des Materials vor und nach dem Behandlungsprozess ist, war ein weiteres Thema. Ebenso wurde der Aspekt der Maßänderung angesprochen: „Das Material kann beim Härten eine Änderung des Volumen erfahren, das muss bei der Konstruktion berücksichtigt werden“, erklärte zum Beispiel Sven Hertwig.

Behandelt werden Bauteile in unterschiedlichen Größen und für unterschiedliche Anforderungen. Deshalb sei auch die Zusammenstellung von Chargen, bei denen mehrere kleinere aber verschiedene Teile gemeinsam in einem Prozess behandelt werden sollen, eine besondere Herausforderung. Hier sind dann der jahrelange Erfahrungsschatz und das Know-How der Behandler gefragt.

Text & Foto: Bettina Görlitzer, Lüdenscheid

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